
Leseprobe und Buchbestellung
Salutogenese durch Selbstverwirklichung
Eine integrierte und ganzheitliche Perspektive für die Gesundheitspsychologie
Meine Doktorarbeit über die Entstehung und Bewahrung von Gesundheit (Salutogenese) durch eine spezielle Form der Selbstbestimmung (Selbstverwirklichung) erschien 2008 als Buch und kann weiterhin direkt beim Nomos-Verlag bestellt werden (Stand: 2026).
Hardcover, 451 Seiten: 34,90 €
ISBN 978-3-8288-9780-9
eBook, 451 Seiten: 34,90 €
ISBN 978-3-8288-5119-1
Kurzfassung für Interessierte Laien
Worum geht es in dem Buch?
Angesichts der Fälle von Spontanremissionen in der Onkologie, des beeindruckenden Placebo-Effekts und anderen Fällen von Selbstheilung kann man das Konzept der unheilbaren Krankheit hinterfragen und erkunden, welche Rolle die Persönlichkeit bei der Heilung spielt. Zumal sich in der Gesundheitspsychologie seit den 1970er Jahren die Idee eines engen Zusammenhangs zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Gesundheit hält – obwohl diese Korrelation bislang nie überzeugend bewiesen werden konnte.
Die Doktorarbeit analysiert die Gründe für die Stagnation der salutogenetischen Forschung, deren zentrale Konzepte auf einem interaktiven Dualismus von Materie und Geist beruhen, und liefert eine ganzheitliche und integrative Theorie zur Erklärung von Selbstheilung: Das triadische Konzept der Selbstverwirklichung, gestützt durch die Quantentheorie der modernen Physik, eröffnet eine neue Perspektive. Es zeigt, wie eine Bewusstseinsveränderung so mächtig sein kann, dass sie atomare Veränderungen in der Körpermaterie bewirkt, die über das medizinisch Vorstellbare hinausgehen.
Um die Anwendungsforschung auf diesem Gebiet der Salutogenese zu erleichtern, liefert die Dissertation auch einen faktorenanalytisch entwickelten Fragebogen zur Selbstverwirklichung, der von den Teilnehmern vor und nach einer professionellen Intervention, zusätzlich zu ihren frei formulierten Angaben, ausgefüllt werden kann.

Fachinformation für Forschende
Abstract
Selbstverwirklichung zählt bislang nicht zu den gesundheitspsychologischen Leitbegriffen, das von ihr Bezeichnete findet im Hauptstrom allenfalls eine implizite Thematisierung, wie sich am Beispiel des Konstrukts des Kohärenzgefühls nachweisen lässt. Unabhängig vom spezifischen „Modell der Salutogenese“ wird im weiteren Verlauf der Arbeit der Begriff der Salutogenese meta-theoretisch verwendet und als komplementär zur Pathogenese angesehen. Im Kontext von Persönlichkeit und Gesundheit werden Chancen und Risiken salutogenetischer Forschung (u. a. am Beispiel der Resilienzforschung) aufgezeigt. Ausgehend vom wissenschaftlichen Dissens über die Definition von Gesundheit und nur scheinbar normfreier salutogenetischer Forschung (u. a. nachzuvollziehen an der blockierten Aufarbeitung des Nationalsozialismus) wird ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit und Krankheit entwickelt und mit quantentheoretisch-holistischen Überlegungen verknüpft. Es werden ausgewählte Experimente und Erkenntnisse der modernen Quantenphysik dargestellt und in ihrer Relevanz für das Leib-Seele-Problem beleuchtet.
Verschiedene theoretische Ansätze werden zu einer gemeinsamen, integrativen Denkfigur verbunden, die als triadisches Konzept der Selbstverwirklichung positioniert wird und eine gegenstandsangemessene Beschreibung salutogenetischer Prozesse ermöglicht. Ausgangspunkt ist selbstbestimmtes Handeln, das bei näherer Betrachtung in Selbstverwirklichung und Selbstentfremdung unterteilt werden kann. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Formen der Selbstbestimmung liegt in der jeweiligen (Nicht-)Orientierung am wissenschaftlich umstrittenen, aber unumgänglichen Konzept vom wahren Selbst und dessen (Nicht-)Berücksichtigung in der realistischen Auseinandersetzung mit der Umwelt. Die resultierende Trias der Selbstverwirklichung bedeutet Selbstbestimmung unter permanenter Rekurrierung auf Prozesse der Selbstwerdung und Selbstrealisierung.
Auf Basis der quantentheoretisch-holistischen Vorüberlegungen lässt sich für die komplementären Begriffspaare Selbstverwirklichung und Selbstentfremdung sowie Gesundheit und Krankheit das Prinzip der Nichtlokalität (EPR-Korrelationen) anwenden. Die in der Gesundheitspsychologie dominierende (Stress‑)Bewältigungs-Hypothese wird integriert und überstiegen. Im triadischen Konzept der Salutogenese ist Gesundheit untrennbar mit einer dem Menschen zutiefst entsprechenden Lebensführung verbunden, die sich nicht aus dem Befolgen von Vorschriften ergibt, sondern von innen heraus in stimmiger Weise entwickelt. Damit entstehen neue Perspektiven für die Praxis der Gesundheitsförderung und die Anwendungsforschung.
Theoriegeleitet wurde ein Fragebogen zur Erfassung von Selbstverwirklichung konstruiert. Bei der faktorenanalytischen Überprüfung des Operationalisierungskonzepts an zwei bundesweiten Stichproben und Validierungsberechnungen an den Konstrukten Kohärenzgefühl, Allgemeine Selbstwirksamkeit sowie am Inventar Klinischer Persönlichkeitsakzentuierung traten Ergebnisse zutage, die die Annahme der Bedeutung des wahren Selbst stützen. In der Diskussion wird darauf erneut eingegangen, jedoch auch das gewählte methodische Vorgehen und die damit verbundene Engführung problematisiert. Nach einem Forschungsausblick werden angesichts des laufenden Bologna-Prozesses fünf Wünsche für das Fach Psychologie formuliert.
Beratung – Selbstverwirklichung in der Praxis
Selbstheilung und Wagemut
Konflikte, Krankheiten und Schicksalsschläge sind keine Strafen für „falsches Verhalten“, sondern können als seelisch sinnvolle Auslöser für Wachstumsprozesse verstanden werden.
Indem sie uns erschüttern, kommen unsere dunklen wie auch hellen Seiten ans Licht. Selbstverwirklichung erfordert Geduld und die Bereitschaft, die eigenen Symptome, Bedürfnisse, Gedanken und Gefühle aufrichtig wahr- und anzunehmen. Im Prozess der Selbstheilung kommt es darauf an, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und einengende Haltungen loszulassen.
Ich begleite Menschen dabei, kraftvoll und authentisch den eigenen Weg zu gehen. Die Lektüre von Salutogenese durch Selbstverwirklichung kann beim Reflektieren helfen – ist aber keine Voraussetzung für die telefonische Beratung. Mein Angebot ist weder Psychotherapie noch Coaching. Es basiert auf einem offenen, respektvollen Gespräch mit spirituellem Hintergrund.

Angebot für Autoren und Studierende
Wissenschaftliches Fachlektorat
Ich optimiere Struktur, Inhalt, Sprache und Form von Fach- und Sachtexten, z. B. von gesundheits- und sozialwissenschaftlichen Abschluss- und Doktorarbeiten sowie von psychologischen Berichten, Gutachten und Fachpublikationen.